News > Die Einführung des neuen Einzahlungsscheins wurde schon wieder zurückgestellt.

20.11.2018 | Webadmin |
Schon vor zwei Jahren stellten die Planer fest, dass der für den neuen Einzahlungsschein zentrale QR-Code zu klein bemessen war. In diesem Code sind alle auf dem Beleg aufgedruckten Zahlungsinformationen enthalten. Er lässt sich beispielsweise mit dem Smartphone fotografieren, um so eine Zahlung im E-Banking zu erfassen. Zu Beginn dieses Jahres wurde dann der Zeitplan ein weiteres Mal angepasst, weil viele sich Firmenkunden nicht genügend schnell auf die neue Technologie einrichten können, die der Verarbeitung des neuen Zahlscheins zugrunde liegen.  Die neueste Verschiebung sieht nun vor, dass der neue Zahlschein frühestens Mitte 2020 verwendet werden kann und die alten Einzahlungsscheine sicher noch bis Ende 2022 im Betrieb sind.

Der neue Zahlschein muss noch an acht Stellen überarbeitet werden, weil Sicherheitslücken Betrüger ermutigen könnten, die Schwächen auszunutzen und massenhaft falsche Rechnungen zu verschicken. Vor allem die Verarbeitung bei der Post verlangt gewisse Sicherheiten. Immerhin werden von den rund 800 Mio. Zahlungen pro Jahr rund 145 Mio. am Postschalter verarbeitet. Die Post braucht für die Verarbeitung einen perforierten Zahlungsteil. Bislang war keine Zahlungsbestätigung mehr vorgesehen. Die Post muss aber eine ausstellen können. Zudem gibt es einen erheblichen Mehraufwand, weil die Informationen auf dem QR-Code mit den ausgeschriebenen Angaben erfasst und verglichen werden müssen. Sonst könnten Betrüger im QR-Code einen anderen Empfänger einbauen, als es geschrieben steht. Dann ist auch noch nicht klar, welche Schriftart zu Einsatz kommen soll. Die bisher vorgesehene wäre nur für Microsoft-Nutzer kostenlos. Deshalb sollte ein Open-Source-Zeichensatz verwendet werden. Doch es gibt wiederum Bedenken, dass ein solcher Zeichensatz bei verschiedenen Anbietern der Zahlungsverarbeitung Probleme verursachen könnte.

Neuer Zahlschein